30.08.26

Sønderhavskovene: Spontan über die Grenze nach Dänemark – und mit der Karte gekämpft

„Da haben wir was aufgescheucht!“ Und wir meinen nicht Steffi. Kurz vor Ende unserer Wanderung raschelt es plötzlich im Knick vor uns. Darüber, was uns da einen tierischen Schreck eingejagt hat, rätseln wir im Video. Nachdem wir im Niemetal im Weserbergland auf besseres Wetter gewartet, die eigentlich geplante Tour dort aber am Ende doch nicht antreten konnten, finden wir uns fünfeinhalb Wochen später und vierhundertfünfzig Kilometer weiter nördlich in der Sønderhavskovene in Süddänemark nördlich der Flensburger Förde wieder. Geplant hatten wir eigentlich etwas anderes, aber die Neugier trieb uns über die Grenze zu unseren nördlichen Nachbarn. Schnell noch eine Karte gekauft und los ging’s. Selbstverständlich sind wir gleich an der ersten Weggabelung falsch abgebogen und standen noch wenigen Metern schon wieder kurz vorm Waldrand. Wir sind eben noch Kartenanfänger. Und mit einer Kombination aus gelben Punkten als Wegmarkierung und einigen Diskussion erkundeten wir dieses Waldgebiet. Und natürlich waren wir irgendwann nicht mehr dort, wo wir dachten, dass wir wären. Sonst wären wir ja auch nicht wir. Allerdings haben wir das unterwegs mehr geahnt als wirklich gewusst. Es brauchte also eine kleine Hinweistafel, um uns und die Karte schließlich wieder zu synchronisieren. Nach einer Pause an einer Feuerstelle mitten im Wald(!) fanden wir uns dann tatsächlich auf der ursprünglichen vorgesehenen Route wieder - nur in entgegengesetzter Richtung. Erst an einem der großen Holzstammschiffe (so taufte Steffi die Holzstapel aufgrund ihrer Silhouette) fügte sich für uns alles wieder zusammen. Und weil wir auf dem Smartphone geluschert hatten. An einem vermeintlichen Übernachtungsplatz im Wald sind wir trotzdem zunächst wieder vorbeigelaufen und mussten nach der Begegnung mit vermutlich einem Reh wieder umdrehen. Der Platz selbst war megaschön und es stellte sich die Frage, ob man in Dänemark eigentlich einfach im Wald übernachten darf. Die Recherche zeigt: unter gewissen Voraussetzungen ja (https://de.naturstyrelsen.dk/naturerlebnisse/uebernachten-in-der-natur). Kurz darauf sind wir unserem Auto näher als wir zunächst dachten. Eine entspannte und unerwartete Wanderung - im wahrsten Sinne des Wortes ein bisschen neben der Spur.