25-Kilometer-Wanderung zur Schoritzer Wiek auf Rügen

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Auf einen Blick

Wanderung auf Rügen, die zur 25-Kilometer-Fahrrad-Schiebetour wurde: von Lauterbach zurück zum Campingplatz an der Schoritzer Wiek — quer durch Schabernack, Dumsevitz und weitere Dörfer mit Namen, die man sich nicht ausdenken kann.

Wanderinfos

  • Region: Rügen (Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland)

  • Start/Ziel: Wildwood Camping (Garz/Rügen)

  • Datum: 1. Mai 2026

  • Dauer: 5:25 Stunden unterwegs - 4:19 Stunden in Bewegung

  • Strecke: 23,7 Kilometer

  • Höhenmeter: 90 Meter

  • Schwierigkeit: Schwer (durch die Distanz und mit Fahrrad, Wege überwiegend flach)

  • Highlights: Lauterbach Mole, Dörfer Dumsevitz, Schabernack und Groß Schoritz, Rapsfelder, Schoritzer Wiek

  • Wir haben uns echt Mühe gegeben beim Mercedes-Kombi-Tetris, um Zelt, Campingausrüstung und unsere Fahrräder nach Rügen zu transportieren. Denn wir wollten unbedingt mal wieder die Drahtesel satteln und das mit einer kleinen, aber feinen Wanderung im südöstlichen Teil von Rügen verbinden. Herausgesucht hatten wir uns das Naturschutzgebiet Goor etwas nördlich von Lauterbach. Mit Rad dorthin sind es relativ entspannte fünfundzwanzig Kilometer entlang des Greifswalder Boddens und um die Schoritzer Wiek. Wir radelten also bei bestem Wetter und absolut blauem Himmel am ersten Maitag durch eine beeindruckend schönes Landschaft mit einer kurzen Pause auf etwa der Hälfte der Strecke und hatte schon fast etwas Sorge, dass eine kurze Sechs-Kilometer-Wanderung an dieses Erlebnis nicht herankommen würde.

    Als wir dann in Lauterbach nach einer etwas verspäteten Pause bei Currywurst und Backfisch dann weiter zum Goor wollten, warf mein luftleerer Vorderreifen sowohl unsere Pläne als auch die Befürchtung über den Haufen. Zwar hatten wir an Flickzeug und Werkzeug gedacht, nicht aber an eine Luftpumpe.

    Hier standen wir nun. Fünfundzwanzig Kilometer von unserem Campingplatz entfernt. An einem Feiertag, an dem der öffentliche Nahverkehr auf Rügen noch eingeschränkter läuft als er es ohnehin schon tut - selbst im Vergleich zum Harz. Anstatt also zwei Stunden auf den nächsten Bus zu warten, der uns auch nur bis auf zehn Kilometer an den Campingplatz heranbringt und ohne Garantie auf einen passenden Anschluss, entschieden wir uns, die Räder zu schieben und uns auf dem Weg zum Campingplatz zu machen. So wurde aus der geplanten entspannten Wanderung durchs Naturschutzgebiet ein Fünfundzwanzig-Kilometer-Marsch mit Fahrrädern in der Hoffnung, im Hellen und noch während der Öffnungszeiten des Camping-Shops wieder zu unserem Zelt zurück zu kommen. Zum Glück hatten wir genug Wasser mit.

  • Wir starteten unsere Wanderung zurück zum Campingplatz von der Mole in Lauterbach-Süd. Von dort ging’s nach Südwesten durch Neuendorf mit einem gleichermaßen schönen als auch ernüchternden Blick über den Greifswalder Bodden zu der Landzunge, auf der sich unser Campingplatz befand.

    Kurz hinter Neuendorf führte uns der Weg weiter durch einen kleinen Buchenwald. Wir konnten nicht anders und haben uns die Zeit genommen, einmal bis zur Abbruchkante der Küste zu laufen. Dort finden sich eine ganze Reihe über den Stand in die See gestürzte Bäume. Wunderschön und eigentümlich, dieser ‚Beach of the Fallen Trees‘. Der kleine Abstecher ist absolut empfehlenswert.

    Aus dem Buchenwald heraus ging’s auf dem Weechener Weg über eine kleine Brücke an dem gleichnamigen See vorbei (wenn wir die Schilder richtig gedeutet haben). Anschließend schoben wir weiter durch Glowitz und nördlich vom Tempelberg vorbei. Den Tempelberg mit seinen zwanzig Meter Höhe haben wir auch nur auf der Karte wahrgenommen.

    Weiter durch Altkamp mit seinem Pferdehof bewegten wir uns weiter in südwestlicher Richtung zwischen Feldern und Knicks hindurch, inklusive Wildwechsel auf dem Weg. Nach zehn Kilometern in knapp zwei Stunden machten wir an einer Weggabelung östlich von Dumsevitz unsere erste Pause.

    Dann ging’s weiter nach Dumsevitz und von dort in südlicher Richtung weiter nach Schabernack. Auch hier half die Karte zu begreifen, wo wir sind, denn das Ortsschild von Schabernack war weg, es stand nur Rahmen. Wie konnte das nur passieren?! In Schabernack stand zu dem Zeitpunkt die alte Dorfschule zum Verkauf, ein wirklich schönes Reetdachhaus. Kurz kam bei mir die Idee auf, genau in diesem Haus in einem Ort namens Schabernack zu leben. Eine tolle Vorstellung.

    Wir ließen Schabernack und den Gedanken hinter uns wanderten weiter zwischen Feldern Richtung Süden und dann Richtung Westen nach Groß Schoritz. Hinter Groß Schoritz konnten wir dann Rapsfelder in kräftiger gelber Blüte genießen, bevor uns der Weg weiter entlang der Landstraße 30 durch Zudar weiter Richtung Campingplatz führte. Kurz vor dem Abzweig nach Maltzien machten wir dann unsere zweite und letzte Pause.

    Weiter ging’s durch Maltzien und Poppelvitz nach Zicker mit einem fantastischen Blick über die Schoritzer Wiek, der sich direkt hinter Zicker noch einmal in der untergehenden Sonne und die Kiefern in eine traumhaft schöne Aussicht verwandelte. Ein letztes Stück durch den Fichtenwald und wir waren endlich bei Wildwood Camping angekommen - und bekamen tatsächlich noch ein erfrischendes Bier im Shop. Ein unerwartet schöner Tag dank einer Panne.

  • Die Tatsache, dass ich über fünfundzwanzig Kilometer mein Fahrrad schieben durfte, gab mir dieses Mal nur eine freie Hand für die Kamera. Das hatte zwei Effekte: Erstens, das Meer war bei dem Weg immer auf der falschen Seite, weil ich mein Fahrrad einfach nicht nur mit der linken Hand schieben kann. Und zweitens, das Wechseln zwischen der Ansicht nach vorn zu Steffi und zu mir im Selfie-Modus war gerade auf den Kilometern echt herausfordernd. Irgendwann habe ich einfach die Position des Mantis Pods, den ich auch als Stick für die Action Cam verwende, so dass ich den Griff vertikal in der Hand habe. Damit war es deutlich einfacher, einfach den Stick zu drehen und damit die Ausrichtung schnell zu verändern. Positiver Nebeneffekt: Der Bildausschnitt war dauerhaft besser, weil die Kamera nicht bei längerer Aufnahme leicht nach hinten sackte wie sonst, wenn ich den Griff eher im Fünfundvierzig-Grad-Winkel gehalten habe. Also mehr von uns beiden im Bild, weniger Himmel oder Bäume. Und gleichzeitig ein gutes Training für die Armmuskulatur, weil ich den Stick etwas weiter vom Körper weghalten musste. Alles in allem aber etwas, was ich in den nächsten Videos wieder berücksichtigen werde, weil mir die Bildausschnitte deutlich besser gefallen haben als bei früheren Videos. Auch etwas, was ich vermutlich nicht herausgefunden hätte, wenn mich diese Panne nicht zum Umdenken gezwungen hätte.

    Anonsten habe ich weitestgehend darauf verzichtet, die Kamera irgendwo hinzustellen und dann darauf zu, an ihr vorbei und von ihr weg zu laufen. Zum einen, weil wir sowieso genug Kilometer vor der Brust hatten. Und zum anderen, weil ich sonst wieder die Ausrichtung des Mantis Pods hätte verändern müssen, damit das Stativ im Gleichgewicht bleibt. Und ich hatte Sorge, dass ich es nicht wieder so gut eingestellt bekomme. Da muss ich nochmal schauen, ob ich mir irgendwie Markierungen an das Ding malen kann, die mir helfen können.

    Kleine Beobachtung bei den Aufnahmen während der Pause: Natürlich verliert die Kamera die Bluetooth-Verbindung zu den Mikrofonen, wenn ich sie unter Wasser einsetze. Da ich die Aufnahme währenddessen nicht gestoppt hatte, hatte ich einen kleinen Versatz der Audiospur von den Mikrofonen, nachdem die Kamera wieder aus dem Wasser heraus war und die Mikrofone sich wieder verbunden hatten. Beim nächsten Mal werde ich die Aufnahme einmal kurz stoppen und wieder starten. Davon abgesehen funktionieren die neuen Mikros tadellos und ersparten wir wieder die nachträgliche Synchronisation der Audiospuren und damit mindestens anderthalb Stunden Arbeit am Schnittplatz.

    Genutztes Equipment:

    • DJI Osmo Action 6 (Adventure-Combo - inkl. 3 Akkus und Ladeschale)

    • 1 TB SanDisk Extreme PRO Speicherkarte

    • DJI Mic3 (2 Sender/Recorder)

    • PGYTECH Mantis Pod (als Stick und Stativ)

Sven

1976er Baujahr mit leichten Gebrauchsspuren.

Ich möchte Impulse setzen, damit Menschen entspannter sein können - vor allem mit sich selbst. Ich habe selbst erlebt, wie verwunden der Weg dahin sein kann. Und wie schön das Gefühl ist, dort anzukommen.

Ansonsten produziere ich Videos, gehe Wandern, Reiten, zum FC St. Pauli und regelmäßig zur Kosmetik.

https://svenkalcher.de
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